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Die Boulderhalle – Wo wohnen eigentlich die starken Kletterer?

Aktualisiert: 6. Juni 2020

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Wie funktioniert das Bouldern in einer Halle?


Beim Bouldern in der Halle ahmt man in gewisser Weise das Bouldern am Fels nach, da es unter „Eingeweihten“ immer noch als das Nonplusultra gilt „draußen“ zu klettern bzw. zu bouldern. So beginnt ein Boulder an Startgriffen, welche in der Regel irgendwie markiert sind und endet am letzten Griff der Wand oder sogar oben drauf sitzend. In Deutschland liegt die Obergrenze für Indoor Boulderwände irgendwo zwischen vier und fünf Metern. Die meisten sind aber niedriger.


Die Anfänge der heutigen mit bunten Griffen bestückten Boulderhallen finden sich zu Beginn der 80er Jahre in den Kellern von Sheffield, England. Damals bauten sich die besten Felskletterer ihrer Zeit, wie Jerry Moffat und Ben Moon ihre eigenen Trainingsmöglichkeiten in die Keller ihrer Häuser. Dabei handelte es sich um relativ kleine Holzwände mit überwiegend selbst geschnitzten Griffen. Ziel war es die nasse Winterzeit sinnvoll zu überbrücken, während der sie nicht am Fels trainieren und klettern konnten. Dabei wurden sie unglaublich stark und zählen ihrerseits heute zu den Legenden des Klettersports.

Jeder Boulder unterscheidet sich vom anderen durch Neigung der Wand, Größe, Art und Anordnung der Griffe und Tritte. Das Ziel ist es die von den Schraubern der Boulder gestellten Probleme durch Kreativität, Kraft und Geschicklichkeit zu lösen. Dabei gibt es unendliche Nuancen in Körperpositionen und Wegen die Haltepunkte zu belasten. Die Fähigkeit Lösungen für Probleme zu finden und umzusetzen wird dabei als „Technik“ oder Bouldertechnik bezeichnet.

Die Schwierigkeit einer Linie definiert sich in der Regel über die Farbe der Griffe. Manchmal sind unterschiedlich farbige Griffe auch mit derselben Farbe in Form von Klebeband von unten bis oben durchmarkiert. Das Spiel besteht darin, nur die Griffe und Tritte einer Farbe zu benutzen um das „Top“ (=letzter Griff oder oben Aussteigen) zu erreichen. Fällt man runter, landet man auf der weichen Matte und tritt zum nächsten Versuch an. Danach läuft man entweder hintenrum wieder herunter oder springt ab. Nun sucht man sich den nächsten Boulder und das Spiel beginnt von Neuem.

Am meisten Spaß macht die Boulderei zusammen mit Freunden. Dabei merkt man ganz schnell, wie unglaublich langweilig das stupide Pumpen im Fitnessstudio ist und wie viel Spaß Bewegung machen kann. Zusammen ist man viel kreativer, feuert sich gegenseitig an und feiert Durchstiege im Team.

Comp(etition)style


Inzwischen hat sich so etwas, wie ein neuer Stil in den Boulderhallen und ganz besonders Boulderwettkämpfen entwickelt. Weg von kraftgeprägten Zügen an kleinen Griffen hin zu immer akrobatischeren und technischeren Problemen, die man kaum mehr am Fels so findet. An dieser Entwicklung scheiden sich die Geister, da es älteren und überwiegend naturgeprägten Sportlern schwerfällt oder missfällt diesen Stil zu erlernen. Eine beliebte Verunglimpfung des Schraubers aufgrund des eigenen Unvermögens ist: „Das hat überhaupt nichts mit Klettern zu tun!

Interessant ist allerdings, dass weltweit die Gewinner der Ninja Warrior Wettkämpfe im Fernsehen sehr oft junge Kletterer und Boulderer sind. Die Fähigkeiten in den dort geforderten Aufgaben sind durchwegs dem modernen Indoor-bouldern sehr ähnlich.

Woody


Es gibt auch noch ein paar Boulderhallen älterer Generation. Diese unterscheiden sich darin, dass es keine bis wenige vordefinierte Probleme gibt. Vielmehr finden sich tausende Griffe und Tritte wild an die Wand gezaubert. Boulderer definieren sich Probleme selbst.

In vorgeschraubten kommerziellen Boulderhallen findet sich oft eine kleine neigungsverstellbare Wand in diesem Stil irgendwo abseits. Hier trainieren üblicherweise die richtig starken Jungs und Mädels. Solche Wände werden als Woody (abgeleitet von wood wall) bezeichnet und sind die Weiterentwicklung und wohl auch Endpunkt der englischen Kellerkletterwände von damals. Sie zählen unter anderem zu den effektivsten Trainingsmöglichkeiten um schwere Linie am Fels zu bouldern.

Das Moonboard und Nachahmer finden immer weitere Verbreitung. Dabei handelt es sich um ein Woody mit genormter Neigung und Griffanbringung. In einer App können die Nutzer verschiedene Probleme definieren und abrufen. An der Wand werden dann per LEDs die zugehörigen Griffe angezeigt.

Diese Boulder können dann überall auf der Welt nachgeklettert werden. Es gibt so etwas, wie eine kleine Community, die räumlich getrennt, aber irgendwie miteinander trainiert und sich an den gemeinsamen Kreationen misst.

Bouldern am Fels


Bouldern am Fels funktioniert ganz ähnlich, wie in der Boulderhalle. Meistens aus dem Sitzen oder manchmal aus dem Stehen klettert man bis zum letzten Griff oder steigt fast immer oben aus. In manchen Gebieten ist das Aussteigen aus Naturschutzgründen untersagt. Da der Boden hart ist und auch noch oft unebenes und verblocktes Sturzgelände verspricht, nutzt man Matten zur Absicherung. Diese nennt man Bouldermatten oder Crashpads. Klettert man den Boulder im ersten Versuch, so nennt man das einen Flash. Ein Flash beim Bouldern gilt als etwas Besonderes und wird in der Regel mindestens mit einem gegenseitigen Abklatschen oder Fist Bump gefeiert.

An einem Block befinden sich oft mehrere Linien = Boulder mit jeweils eigenen Namen, die sich manchmal auch kreuzen. In der Regel folgt ein Boulder jedoch den offensichtlichen Merkmalen des Felses, wie Rissen oder großen Absätzen.

Bei beliebten Boulderproblemen geben die weißen Rückstände des genutzten Magnesias bzw. Chalks einen guten Überblick über den Verlauf der Linie. Wie eine Linie verläuft und schwer diese ist steht meistens in einem Boulderführer für das Gebiet. Außerdem finden sich im Boulderführer wichtige Informationen zu Anfahrt, Zustieg, lokalen Besonderheiten, Regeln und Sperrungen.

Ein Boulder beginnt in der Regel an den untersten zwei Griffen oder manchmal ist es auch ein Griff für beide Hände. Üblicherweise sind diese markiert oder in der Beschreibung genant. Es gehört zum guten Ton keinerlei Vegetation zu beschädigen, leise zu sein und nach dem bouldern die Griffe für den nächsten mit einer Bürste zu säubern.

Oft finden sich Bouldergebiete in atemberaubender Landschaft hoch in den Bergen, an wilden Küsten oder entlang reißender Gebirgsbäche. Naturerlebnis pur!

Auflistung der welteit besten Bouldergebiete findest Du hier:

Fontainebleau, Frankreich. Der Felsen ist ein dunkelgrauer Sandstein. Die Probleme reichen von einfach bis schwer. Es gibt eine Vielzahl von Problemen, die für verschiedene Schaltkreise mit unterschiedlichen Farben gekennzeichnet sind. Verpassen Sie nicht unseren Reiseführer über Bouldern in Fontainebleau, einem fantastischen Reiseziel, nur 1 Stunde von Paris entfernt.

Tessin, Schweiz. Das Tessin liegt 1,5 Stunden von Mailand entfernt und bietet Gneis Felsen mit meist schwierigen Problemen. Dort finden Sie jedoch auch viele coole, mittelschwere Felsbrocken.

Rocklands, Südafrika. Rocklands liegt 3 Stunden von Kapstadt entfernt und liegt im Grunde genommen mitten im Nirgendwo. Die Sandsteinblöcke bieten meist leichte und mittelschwere Probleme, aber Sie können auch einige echte Herausforderungen finden.

Hueco Tanks, Texas, USA. Es liegt 40 Minuten von El Paso, Texas, entfernt. Auf granitartigen Felsen gibt es viele Dachkletterer und Überhänge. Um einzusteigen, müssen Sie Texas State Parks anrufen, um eine Reservierung vorzunehmen.

Ozark Mountains, Arkansas, USA. Dieser Ort befindet sich rund um die Horseshoe Canyon Ranch im Nordwesten von Arkansas und bietet Probleme, die von sehr leicht bis hart auf sehr gutem Sandsteinfelsen reichen.

Squamish, Britisch-Kolumbien, Kanada. Eine Stunde von Vancouver entfernt ist Squamish für jeden geeignet, da Granitprobleme von V0 bis V14 auftreten können.

Joshua Tree, Kalifornien, USA. Joshua Tree liegt 3 Stunden von Los Angeles entfernt und bietet Boulderprobleme für alle Schwierigkeitsgrade. Beachten Sie jedoch, dass Probleme möglicherweise unterschätzt und daher schwieriger sind, als sie scheinen. Es könnte auch schwierig sein, einen Campingplatz zu finden.

Yosemite Valley, Kalifornien, USA. Eines der besten Granitziele der Welt, 3,5 Stunden von San Francisco entfernt. Betrachtet das US-Klettermekka.

Bischof, Kalifornien, USA. Hier finden Sie massiven Eier finden Granit verstreut herum. Es gibt Probleme für alle Niveaus und einige der besten sind von mittlerem Schwierigkeitsgrad. Felsbrocken können bis zu 15 Meter hoch werden und grenzen an das freie Solo.

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